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Details
ISBN/EAN: 978-8-02-839958-0
Einband: kartoniertes Buch
Weitere Details
Auflage:
1. Auflage 2025
1. Auflage 2025
Erschienen am:
12.08.2025
12.08.2025
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
104 S.
104 S.
Format (T/L/B):
0.6 x 22.9 x 15.2 cm
0.6 x 22.9 x 15.2 cm
Hersteller:
Copycat s.r.o.
kristoferpaetau@gmail.com
Schnirchova 662/22, Holesovice
CZ 170 00 Prague
Copycat s.r.o.
kristoferpaetau@gmail.com
Schnirchova 662/22, Holesovice
CZ 170 00 Prague
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Die Fessel
Weibliche Selbstbestimmung, Liebesabhängigkeit und Pariser Bühnenmilieu in der Belle Époque
10,00 €
inkl. MwSt.
Lieferbar innerhalb 2 - 3 Tagen
Beschreibung
In Die Fessel, der Fortsetzung von Die Vagabundin, untersucht Colette mit kühler Präzision die Gefährdungen weiblicher Selbstbestimmung. Renée Néré, einst Varietékünstlerin und Schriftstellerin, glaubt sich der Ehe und ihren Zwängen entzogen; doch eine neue Liebesbindung enthüllt, wie Begehren, Gewohnheit und gesellschaftliche Erwartung zur unsichtbaren Kette werden. Colettes Stil verbindet sinnliche Beobachtung, psychologische Nuance und ironische Zurückhaltung; im Kontext der französischen Moderne erscheint der Roman als feine Analyse jener Übergangszeit, in der traditionelle Geschlechterrollen bereits brüchig, aber noch wirksam sind. Colette, geboren 1873 als Sidonie-Gabrielle Colette, kannte die Spannungen zwischen künstlerischer Freiheit, öffentlicher Inszenierung und privater Abhängigkeit aus eigener Erfahrung. Nach der literarisch ausbeuterischen Ehe mit Willy arbeitete sie auf der Bühne, schrieb über Körper, Arbeit, Liebe und weibliche Autonomie und entwickelte daraus eine unverwechselbare Poetik des gelebten Details. Die Fessel schöpft deutlich aus dieser biographischen Nähe, ohne bloß autobiographisch zu sein. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die psychologisch genaue Prosa schätzen und an der Geschichte moderner Weiblichkeit interessiert sind. Die Fessel ist kein programmatischer Thesenroman, sondern eine elegante, schmerzlich klare Studie darüber, wie Freiheit gerade dort bedroht wird, wo Liebe sie zu versprechen scheint.