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Sinful Nights
eBook - Eine spicy Dark Romance, Drinks and Sins, Überarbeitete Ausgabe, Überarbeitete Ausgabe
Beschreibung
Mit dir fühle ich lebendig – aber du hast keine Ahnung, wer ich wirklich bin.
Der erste Band der leidenschaftlichen Drinks & Sins Reihe
Ava Summers ist jung, schön und reich. Nun, zumindest war sie reich: Als sie ihren Drink in der heruntergekommenen aber charmanten Bar, dem Rum Nights, nicht mehr bezahlen kann, wird ihr klar, dass ihre Eltern sämtliche Kreditkarten gesperrt haben. Ava fällt aus allen Wolken. Bisher musste sie sich um so etwas wie Geld nie Gedanken machen und nun ist sie allein und ohne finanziellen Mittel in Seattle gestrandet. Aber Ava hat Glück im Unglück: Der ruppige und verdammt attraktive Besitzer des Rum Nights, Sully, bietet Ava einen Job in seiner Bar an. Ihr bleibt nicht viel anderes übrig und so wirft sich Ava in die neu gefundene Arbeit und blüht durch die unerwartete Herausforderung regelrecht auf. Auch sie und der geheimnisvolle Sully kommen sich immer näher und die immer stärker werdende explosive Leidenschaft zwischen den Beiden lässt sich kaum noch ignorieren. Doch schon bald wird Avas Vergangenheit sie einholen und könnte alles, wofür sie gearbeitet hat, zerstören …
Dies ist eine überarbeitete Neuauflage des bereits erschienenen Titels Rum Nights
Erste Leser:innenstimmen
„Dieser spicy Liebesroman ist düster, dramatisch und gefühlvoll!“
„Eine spannende Dark Romance, die ich nur empfehlen kann.“
„Avas und Sullis Liebesgeschichte ist prickelnd, geheimnisvoll und mitreißend.“
„Ein romantischer und leidenschaftlicher Pageturner!“
Leseprobe
Damals
Kälte.
Hunger.
Dunkelheit.
Sie hüllen mich ein, verschlingen mich, und falls sie jemals entscheiden, mich auszuspucken, wird meine Seele nicht mehr die gleiche sein. Gebrochen. Verängstigt. Von der Person, der ich am meisten vertraut habe. Noch immer vertraue. Das darf nicht wahr sein. Ist ein Irrtum. Oder meine Schuld? Was habe ich getan? Nichts, oder? Nichts. Aber mein Magen zieht sich schmerzhaft zusammen, braucht Wasser, braucht Essen. Und ich eine Decke, damit meine Knie nicht mehr gegeneinander schlottern.
Scheiße, ich will, dass es aufhört.
Die Minuten und Stunden ziehen sich, während mein Gaumen austrocknet und meine Lippen aufplatzen. Selbst meine eingerosteten Gelenke und Muskeln gehorchen mir nicht mehr.
»Schatz. Hast du nachgedacht?«, dröhnt es zwischen meinen Ohren. Zu laut, aber es reicht nicht aus, um die Einsamkeit zu vertreiben. Das Klopfen gegen das Holz neben meinem Kopf hämmert direkt in meinem Schädel weiter. »Lavender, du musst nur sagen, ob du gelernt hast. Hast du?«
Ich öffne den Mund, aber kein Laut will sich formen. Die Worte kleben auf meiner Zunge.
Einen Spaltbreit öffnet sich die Tür und ich falle beinahe zur Seite.
»Sag es«, verlangt die Stimme zischend.
Stockend bringe ich eine Antwort hervor. »Ich habe es verstanden.« Jede Silbe schmerzt, fühlt sich wie meine letzte an.
»Und was hast du gelernt?«
»Dass …« Nichts habe ich gelernt. Nichts. Aber welche Wahl habe ich? »Dass ich niemals erfolgreich sein werde …« Ich schlucke schwer, mein Speichel ist vor Ewigkeiten vertrocknet. »… wenn ich nicht lerne, Begierde zu begreifen, um damit meinen Willen zu bekommen.«
1
Sulli
Wie jeden Samstag ist die Bar brechend voll.
Mit Stammgästen, die hier so oft sitzen, als würden sie für den Suff bezahlt werden. Mit unregelmäßigen Besuchern und einigen, die sich hierher verlaufen haben und bloß wissen wollten, was sich hinter dem Treibholz-Logo des Rum Nights verbirgt. Das kann ich dem neureichen Trüppchen, das schrill lacht, sagen: Freiheit. Von unserer verrotzten modernen Welt. Während die drei schick gekleideten Frauen und ihre ebenso akkurat gekleidete männliche Begleitung ihren Status in Form von dicken Uhren und glänzenden Handtaschen zur Schau stellen, kann ich beim Anblick dieser Kapitalismusfalle nur mit dem Kopf schütteln. Ich sollte sie rausschmeißen, statt zuzulassen, dass sie sich von einem Tisch in der Ecke aus pikiert umsehen und ihre Besitztümer umklammern.
Hier im Rum Nights geht es nicht um materielle Dinge und unser Ambiente spiegelt das wieder. Die Sitzgarnitur wirkt alt, wie aus Treibholz gezimmert, und ist bis zu einem gewissen Alkoholpegel unkomfortabel am Arsch. Layne Staleys gequälte Stimme dringt durch den Lautsprecher und jammert vom letzten Drogenrausch. Vermutlich weiß diese albern kichernde Gruppe nicht einmal, dass er bis zu seinem Tod Frontsänger der Band Alice in Chains gewesen ist. Wie er mit seiner Stimme unter Mark und Bein gegangen und an seinen Dämonen gestorben ist. Manchmal wünschte ich, zwanzig Jahre älter zu sein. Dann hätte ich ihn live hören können. Oder sagen wir dreißig Jahre. Kurt Cobain nehme ich direkt mit.
Ich bin zur falschen Zeit am richtigen Ort: Seattle. Kein Schwein erinnert sich noch an die legendäre Grunge-Ära, obwohl sie hier geboren worden ist. Meine Bar bringt die schmerzende Nostalgie zurück.
Eine der Frauen wirft ihr langes Haar hinter die Schulter und erhebt sich, tritt vor mich an den Bartresen. »Alter, nimm ihre Bestellung an«, brummt Rob, mein Barmitarbeiter, und nickt zu der Neureichen, während ich sie immer noch anstarre. Bevor er angefangen hat, für mich zu arbeiten, hat er in der Motorradwerkstatt meines Vaters geschraubt. Das Altrocker-Outfit hat er anbehalten. Rob ist zuverlässig, aber weigert sich partout, Cocktails zu mixen. Und die verwöhnte Tussi, die mit ihren langen, manikürten Fingernägeln gegen die nasse Theke trommelt, will einen. Ich weiß es jetzt schon. Irgendwas Ekliges, wofür ich meine teuren Spirituosen nicht verschwenden werde.
»Mach du«, entgegne ich, bleibe mit verschränkten Armen vor unserem gläsernen Flaschenregal stehen. Wenn ich mich minimal stärker dagegen lehne, fliegen mir tausende Dollars um die Ohren. Aber ich könnte mich im Dunkeln in diesem rauchigen Schuppen zurechtfinden. Blind alles mixen, was man sich nur vorstellen kann. Vorsichtig schiele ich zu meiner Barkeeperin Hera, die Biere für eine Gruppe Mittdreißiger mischt und flüchtig zu uns herübergrinst. Sie weiß, was uns durch den Kopf geht und hebt den Blick zu dem Steuerrad, mit dem wir gedanklich jede Nacht jemandem eins überbraten.
»Bezahl mir mehr und …«
»Hey, ihr seht mich doch! Ich möchte bestellen«, unterbricht die Frau Rob und wedelt mit ihrer schwarz glänzenden Geldbörse. Das Ding schreit nach Kohle. Und nach Arroganz, die damit einhergeht. Aber wer weiß, vielleicht täusche ich mich.
Wenig überzeugt richte ich mich auf. Rob tippt mich von der Seite an, hält mir mein Shotglas hin, das ich zu häufig aufgefüllt habe, um noch mitzuzählen. Wir prosten uns zu und ich kippe das flüssige Gold in einem Zug weg, genieße das sanfte Brennen in der Kehle und wünschte, es würde länger anhalten.
Ja, ja, macht man nicht. Betrunken auf der Arbeit sein, ist tabu. Aber ich liebe es. Mit unterhaltsamen Gästen trinke ich mit. Während wir aufbauen oder die frischen Zutaten vorbereiten, gehören immer mal zwischendurch Shots dazu. Und bei anstrengenden Gästen auch. Das ist nicht der gesündeste Lebensstil, aber so was passiert, wenn man sich drogenabhängige Musiker, die zu jung verstorben sind, als Vorbilder nimmt.
Rob widmet sich ein paar Stammgästen, die meinen eigenen Rum trinken. Ähm … unseren.
Sagte ich eben meine Bar?
Mein Baby?
Mein Schweiß, mein Blut und meine Leidenschaft fließen über diesen Tresen, aber technisch gesehen gehört meinen Männern, Emerson und Rush, jeweils ein Drittel dieser Bar und ebenso unseres Rum-Labels Liquor Lovers. Wir sind drei Idioten, die nicht wissen, was sie machen und genau das lieben. Obwohl … Rush hat eigentlich immer einen Plan. Er teilt ihn nur mit niemandem.
Der Blick der wartenden Frau verhärtet sich, als ich mir ein Geschirrtuch über die Schulter schmeiße und mich über die Theke beuge, um sie besser zu hören.
Von Nahem stechen mir Details ins Auge, die ich hoffentlich gleich wieder vergessen werde. Allen voran, dass sie unter ihrer teuren Fassade heiß ist. Mein Schwanz zuckt, hat keine Ahnung davon, dass ich die Finger von verwöhnten Gören lasse. Er sieht nur die vollen Brüste, die sie sich unter das Kinn quetscht, riecht das Parfum, das sie in eine Wolke aus Blumen und grüner Natur und irgendwie auch Verruchtheit hüllt. Bestimmt so ein Moschusscheiß. Er registriert die vollen Lippen, die sie um ihn wickeln kann, und die langen, fast schon wirren Haare, an denen ich sie derweil festhalte.
Das Kopfkino endet abrupt, als sie den hübschen Mund aufmacht.
»Vier Piña Coladas, bitte.« O fuck. »Und geht das mit dem Rum dort oben?« Noch schlimmer. Sie hebt einen Finger, ze...
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