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Demokratie der Gefühle

Ein ästhetisches Plädoyer, Blaue Reihe

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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783787340484
Sprache: Deutsch
Umfang: 183 S.
Format (T/L/B): 1.4 x 21.2 x 13.2 cm
Auflage: 1. Auflage 2021
Einband: kartoniertes Buch

Beschreibung

Auf zentralen gesellschaftlichen Ebenen - technologisch in den digitalen Netzwerken mit ihren 'hate speeches' und 'shit storms', ökonomisch im kapitalistisch rasenden Prozess der Globalisierung, kulturell im Kampf religiös unterfütterter Wertsysteme und staatspolitisch im kriegerischen Zerfall von Nationen - haben sich in den vergangenen zwei bis drei Jahrzehnten die Schleusen für eine Politik der Emotionen geöffnet. Welche Rolle aber spielen Gefühle in einer demokratischen Lebensform? Und welche Rolle kommt den von Kunst und populärer Kultur angeleiteten Erfahrungen dabei zu? Die entscheidende Frage kann heute nicht mehr sein, ob, sondern in welchem Ausmaß und in welchem Sinn Gefühle eine Rolle im demokratischen Streit spielen und spielen sollen. Auf diese Frage - so die These Früchtls - gibt es vier zentrale Antworten. Im politischen Zusammenhang verlangen Gefühle nämlich nach einer zeitgemäßen Form der Darstellung, nach Mäßigung, nach balancierendem Ausgleich und nach sinnvoller Umwandlung. Diese vierfache Reaktion lässt sich entweder unter Mithilfe von ästhetischen Erfahrungen oder sogar in ausgezeichneter Weise durch sie erreichen.

Autorenportrait

Josef Früchtl ist seit 2005 Professor für Philosophy of Art and Culture an der Universität von Amsterdam. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der philosophischen Ästhetik, der Theorien der Moderne, der Kritischen Theorie der Kultur und der Philosophie des Films. Er ist Mitherausgeber der »Zeitschrift für Ästhetik und Allgemeine Kunstwissenschaft«.