0

Schau mich an, wenn ich mit dir rede!

Roman, Kampa Pocket

Auch erhältlich als:
12,00 €
(inkl. MwSt.)

Lieferbar innerhalb 24 Stunden

In den Warenkorb
Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783311150480
Sprache: Deutsch
Umfang: 180 S.
Format (T/L/B): 1.8 x 18.6 x 11.6 cm
Einband: kartoniertes Buch

Beschreibung

Vev ist ein Scheidungskind, ihre Familie ist jetzt größer als früher. Da ist die Mutter, Sonja, die auch mithilfe von Drogen nicht recht über die Scheidung hinwegkommt, und da ist ihr Neuer, den alle nur The Dude nennen, einer, der die Dinge in die Hand nimmt und aufräumt in Sonjas Leben. Und da ist Milan, Vevs Vater, der zu Natalie und ihren beiden Töchtern zieht, aber auch in seiner neuen Familie nicht den richtigen Platz findet. Sie alle gehören irgendwie zusammen, weil sie nicht voneinander loskommen. Und Vev? Und die anderen Kinder? Die Kinder lernen schnell, wie das Spiel läuft, und spielen es bald besser als die Erwachsenen. Es sind skandalös alltägliche Verhältnisse, die Monika Helfer in den Blick nimmt. Sie geht nahe heran an die Menschen, die darin leben, die mit sich und den anderen zurechtzukommen versuchen. Ihr Blick ist entlarvend, aber auch voller Empathie, schonungslos, aber immer im Dienst der Aufrichtigkeit. Und was aus größerer Entfernung wie eine Familie aussieht, ist bei näherer Betrachtung eben oft nicht mehr als ein fein austariertes System von Eigeninteressen.

Autorenportrait

MONIKA HELFER, geboren 1947 in Au im Bregenzerwald, lebt als Schriftstellerin in Hohenems, Vorarlberg. Sie hat Romane, Erzählungen und Kinderbücher veröffentlicht, u.a. Bevor ich schlafen kann (2010) und Die Bar im Freien (2012). 2021 erhielt sie den Bodensee-Literaturpreis für ihr bisheriges Gesamtwerk. Mit ihren Familienromanen steht Monika Helfer seit Jahren auf der Spiegel-Bestsellerliste.

Leseprobe

'Vev hatte den Roller in einen fremden Hauseingang geschoben, sie wollte alles, was von der Mama kam, beseitigen. Sie würde nichts mehr von ihr annehmen und nie mehr zu ihr gehen. Das hatte sie sich das letzte Mal auch schon vorgenommen und das vorletzte Mal auch. Sie hatte sich auch schon vorgenommen, allen zu erzählen, die Mutter sei gestorben. Und war dann doch immer wieder zu ihr gefahren, in der U-Bahn, hatte sich sogar auf sie gefreut. Worauf hatte sie sich gefreut?'

Weitere Artikel aus der Kategorie "Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945)"

Alle Artikel anzeigen